Month: January 2016

Magnetresonanztomographie


Magnetresonanztomographie

Magnetresonanztomographie

Bei der Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, handelt es sich um eine diagnostische Technik zur Darstellung und Projektion der inneren Organe sowie das Gewebe mit Hilfe von Radiowellen und Magnetfeldern. Das technische Prinzip entdeckte 1946 sowohl Purcell als auch von Bloch unabhängig voneinander und die Anwendung erfolgte kurz danach sowohl in der Physik als auch in der Chemie . In der Praxis ist das Verfahren seit 1984 in der Medizin verfügbar.

Die Funktionsweise

Bei der Magnetresonanztomographie handelt es sich um ein Verfahren, das im Gegensatz im Falle einer Röntgenuntersuchung oder bei einer Computertomografie nicht mit Röntgenstrahlen gearbeitet wird. Hier werden Radiowellen und Magnetfelder eingesetzt.

In diesem Gerät befindet sich ein starkes Magnetfeld. Dieses Magnetfeld richtet die Atomkerne des menschlichen Körpers aus. Dadurch erfolgt der Übergang der Atomkerne des menschlichen Körpers von einem energiearmen in einen energiereichen Zustand. Zusätzlich wird vom Gerät ein Radiosignal abgesandt. Dadurch geraten die Atome in einen Schwingungszustand.

Wenn man dann die Radiostrahlung wiederum ausschaltet, so gehen die Atomkerne des menschlichen Körper wieder in den vorherigen energiearmen Zustand zurück. Dabei werden von den Atomkernen Signale ausgesendet, die durch sehr hochempfindliche Antennen gemessen und geordert werden. Dadurch wird dann ein Schnittbild des Körpers mit Hilfe eines Computers berechnet. Neben möglichen horizontalen Schichtebenen können bei der MRT auch noch weitere Schnittebenen projetziert werden, ohne dass sich dadurch die Lage des Patienten verändert wird.

Wann erfolgt Einsatz?

Das Haupteinsatzgebiet von MRT erfolgt immer dann, wenn sehr genaue und differenzierte Darstellungen aller Körpergewebe benötigt werden. Dabei geht es vor allem um nicht köncherne Strukturen, wie Weichteile, Organe, Meniskus , Bandscheiben, Gelenkknorpel und Gehirn. Auch ist zwischenzeitlich eine gute Beurteilung des Herzens ebenfalls möglich. Somit können mit dieser Vorgehensweise bereits kleine Veränderungen, wie beispielsweise kleine Entzündungsherde, sofort entdeckt werden.

Was sollte im Vorfeld beachtet werden?

Bei dem MRT liegt der Patient ein einer etwas 70 bis 100 Zentimeter langen Röhre. Deshalb ist es wichtig, dass, wenn ein Patient unter Klaustrophobie leidet, dies dem betreuenden Personal vor Beginn der Untersuchung übermittelt wird, damit er von dort aus ein Beruhigungsmittel bekommt.

Während der Untersuchung entstehen vom Gerät aus laute Klopfgeräusche. Aus diesem Grund erhält der Patient Schallschutz-Kopfhörer oder Ohrenstöpsel. Auch alle elektromagnetischen Gegenstände ,wie Zahnprothesen, Hörgeräte Haarspangen, Ringe, Schlüssel oder Uhren, müssen davor abgelegt werden. Hier würde sonst eine Gefahr für den Patienten und das Gerät entstehen.

Durch das starke Magnetfeld werden auch Chip- und Kreditkarten zerstört. Über eventuelle Implantate oder an andere Metallgegenstände im Körper sollte der Arzt vorher informiert werden. Bei Herzschrittmachern oder Herzklappen aus Metall kann eine solche Untersuchung nicht durchgeführt werden.